
- Indischer Tee mit Ingwer, Zimt und Kardamom - buttergonnafly
„Tee oder Kaffee?“ gehört schon fast zu den entscheidenden Fragen des Lebens und besonders in Indien ist Tee ein integraler Bestandteil der Kultur. Indischer Masala Tee wird zu allen Tages- und Nachtzeiten getrunken und zu jeder Gelegenheit. Auch wenn sich Zubereitung und Zutaten von Familie zu Familie und Kulturkreis zu Kulturkreis unterscheiden, ist es doch gar nicht schwer, einen guten, starken indischen Masala Tee zu kochen.
Indische Tee Zutaten
Masala Chai zu kochen ist wirklich einfach, man braucht aber ein paar spezielle Zutaten, die es im Teeladen oder im indischen Supermarkt gibt. Hier ist eine Liste mit Grundzutaten für indischen Tee:
- starke Schwarzteeblätter, zum Beispiel Assam-Tee
- Kardamom
- Teegewürz in Pulverform
- Ingwer
- Zimt
- Sternanis
- Pfefferkörner
- Nelken
- ein Teesieb
Indische Teegewürze
Die vorherrschende Geschmacksrichtung indischen Masalatees ist Kardamom, eine Grundzutat in den meisten Teilen Indiens. Ingwer ist die zweit beliebteste Zutat, desweiteren Zimt, Pfefferkörner, Nelken und Sternanis. Fertiges Teegewürz in Pulverform ist auch erhältlich und wird einfach zu den Teeblättern, dem Wasser und der Milch gegeben.
Beliebte indische Teemarken sind Red Label, Society, Double Diamond, Godrej und viele andere. Gerade in der westlichen Welt werden oft auch Chai-Teebeutel verwendet, die nur ziehen müssen. Sie können benutzt werden, geben dem Tee aber nicht den vollen Geschmack, den Teeblätter entfalten, da sie länger gekocht werden.
Masala Chai Rezept
Der richtige indische Tee wird mit viel Milch getrunken, mindestens einer halben Tasse Milch pro Tasse, und ist normalerweise sehr heiß und eher süß. Hier ist ein Grundrezept, dass man natürlich nach Belieben variieren kann:
- Erst misst man das Wasser je nach der Tassenanzahl ab, die man braucht. Als Grundregel gilt: halb Wasser, halb Milch pro Tasse.
- Dann gibt man die Teeblätter hinzu, ungefähr einen gestrichenen Teelöffel pro Tasse.
- Als nächstes kommt der Kardamom hinzu, der geöffnet werden sollte, damit sich das Aroma entfalten kann.
- Das Teewasser zum Kochen bringen.
- Dann die Milch hinzugeben und aufkochen.
- Die Temperatur herunterstellen und den Tee noch einmal langsam aufkochen, bis er karamellfarben ist.
- Den Tee abgießen und in Tassen verteilen.
- Zucker je nach individuellem Geschmack hinzufügen.
- Mit Keksen und Salzgebäck, Chips oder Kräckern servieren.
In einigen Familien werden Wasser, Milch und Teeblätter gleich zusammen gekocht und die Gewürze zuletzt hinzugefügt – in anderen wiederum zuerst. Es gibt wirklich keine richtige oder falsche Vorgehensweise bei der Chai-Zubereitung, er sollte nur gründlich kochen statt einfach nur ziehen.
Einige Teetrinker fügen den Zucker bereits beim Kochen hinzu, aber da immer mehr von ihnen auf ihre Zucker- und Kalorienzunahme schauen, ist es besser, Zucker oder Süßstoff erst später hinzuzufügen.
Wissenswertes zum indischen Tee
"Chai" ist das indische Wort für Tee und "Masala" für Gewürz, daher heißt "Masala Chai" nichts anderes als gewürzter Tee. Obwohl in weiten Teilen Südasiens Chai nur die allgemeine Bezeichnung für Tee ist, hat sie sich doch in den letzten Jahren als Synomyn für Masalatee eingebürgert. Vanille- und Schokoladengeschmack sind Erfindungen der westlichen Welt, wo auch organische Masala-Tees sehr gefragt sind.
In Südasien ist Chai ist ein beliebtes Getränk, das von "Chaiwalas" oder "Chaiwallas" genannten Straßenverkäufern überall angeboten wird. Weil der Tee über lange Zeit aufgekocht wird, ist sein Kaffeingehalt hoch und mit dem von Kaffee zu vergleichen, dem bevorzugten Getränk in Südindien. Im Westen Indiens werden Pfefferminzblätter statt anderen Gewürzen verwendet und in Kaschmir wird Masalatee mit grünem Tee und Mandeln, Kardamom, Zimt, Nelken oder sogar Saffran zubereitet.
Egal, ob man indischen Masalatee nur für eine Person oder eine ganze Familie zubereitet, er ist ein immer gern gesehenes aromatisches Getränk, das einfach zuzubereiten ist.
Leser, die sich für indischen Chai interessieren, sind vielleicht auch an anderen indischen Traditionen wie Hennatattoos, dem südindischen Thaipusam-Fest oder indischen Mädchennamen interessiert.
